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Einführung

Der salutogenetische Ansatz beruht auf Gesundheitslernen und Einübung neuer seelischer und leiblicher Fertigkeiten und Fähigkeiten. Im engeren Sinne ist dies kein medizinischer und therapeutischer Ansatz, im besonderen Sinne aber ein zutiefst ärztlicher und heilender.
Er rechnet jedoch nicht mit dem Behandeln und Behandeltwerden, vielmehr mit einem dem Menschen grundsätzlich innewohnenden autoregulativen Potential, an das er sich richtet.
Grundsätzlich ist unsere Ausrichtung also eine eher agogische, das heißt wörtlich 'aufrichtende': das Gesunde im Menschen zu suchen und die Wege gemeinsam zu finden, diesem bereits Gesunden zum Wachstum und zur Ausbreitung auch in jene Bereiche zu verhelfen, die man gewöhnlich als erkrankt bezeichnen würde.
Medizin und Therapie, ob konventionell oder alternativ, suchen nach Wegen zur Bekämpfung, Überwindung, Verhinderung oder Abschaffung von Krankheit. Dieser Ansatz erweist sich als durchaus sinnvoll bei akut lebensbedrohlichen Erkrankungen und physischen Verletzungen. Er versagt jedoch nahezu vollständig bei der Mehrzahl der chronischen Erkrankungen, wo lediglich die Symptome bekämpft und unterdrückt werden. Langfristig führt dies zu Verlagerungen des Krankheitsprozesses in andere Organbereiche, zu Folgeerkrankungen und in vielen Fällen zu einem mehr oder minder erträglichen Siechtum. Zu diesen chronischen Erkrankungen gehören die Autoimmunerkrankungen wie MS, Diabetes, Fibromyalgie, Neurodermitis, primär chronische Arthritis u.v.a, Allergien, Krebserkrankungen, eine Vielzahl psychosomatischer Leiden, neurologische Erkrankungen wie ADD, ADHD, eltersbedingte abbauende Erkrankungen wie Alzheimer, Merk- und Konzentrationsstörungen sowie Angsterkrankungen und Depression und nicht zuletzt und immer mehr zunehmend Erschöpfungszustände bis hin zum Burnout-Syndrom. Selbstverständlich gibt es bei diesen Erkrankungen zum Teil einen anfänglichen und berechtigten Bedarf nach Medizin und Therapie: Krebstumoren müssen ohne jede Frage operiert, manchmal bestrahlt und chemotherapeutisch behandelt werden. Aber danach? Die genetischen, psychosomatischen, ernährungsphysiologischen und umweltbedingten Dispositionen zur Entwicklung eines Rezidivs bleiben ja ohne Intervention erhalten. Entdecken und üben aber Menschen ab hier einen neuen eigenen Gesundungsweg, dann können viele dieser disponierenden Faktoren gemindert und die Gefahren des Wiederauftretens der Erkrankung verringert werden. Viele Menschen mit akuten Schüben ihrer Autoimmunerkrankungen brauchen im akuten Fall immunsuppressive Maßnahmen. Aber dieser Ansatz ist nur für die akute Phase vertretbar, weil nachweislich die schädigenden Wirkungen und die Verscheibung auf andere körperliche Bereiche bei langfristiger Anwendung mit hoher Wahrscheinlichkeit eintreten werden. Eine Vielzahl von Menschen, die an schweren Depressionen erkranken, brauchen in der ersten Phase medikamentöse Hilfe. Diese akute Intervention ist die Domäne der konventionellen (und in Einzelfällen auch einer sachkundigen alternativen) Medizin.
Danach aber, wenn die akuten, lebensbedrohlichen Symptome gemindert sind, fehlt heute noch weitgehend das andere Bein für ein vernünftiges Vorankommen: das Lernen und Üben anderer seelischer und leiblicher Reaktionsweisen, die die Gesundheit fördern.

Asklepios und Hygieia

Das klassische Altertum hatte dafür ein treffendes Bild: Asklepios, der Arzt, der Krankheit bekämpft, wurde immer begleitet von Hygieia, der Vor- und Fürsorgerin der Gesundheit (eher selten taucht noch Panakeia auf, die heilkräuterkundige Göttin; interessanter- und vergessenerweise ruft der Hippokratische Eid alle drei zugleich an). Beide stehen in keiner Weise im Widerspruch zueinander, sie ergänzen sich in einer für den Kranken und Gesundenden hervorragenden Weise. Die unseligen Schwierigkeiten entstehen, wenn die eine Methode sich in die Bereiche der anderen einzumischen versucht und die klare Trennung der Zuständigkeiten aufgehoben wird.
Medizin und Therapie sind heute noch weitgehend pathogenetisch (das heißt an der Krankheit) orientiert und wenden, wie beschrieben, unter dieser Prämisse ihre Methoden hilfreich an. Salutogenese forscht nach den Keimen der bereits vorhandenen Gesundheit und fördert diese mit geeigneten Methoden. Der Name Salutogenese selbst geht auf Hygieia in ihrer römischen Fassung zurück: die Göttin trug in der römischen Mytholgie den Namen Salus – Gesundheit.

Verschiedene Darstellungen der HYGIEIA (römisch SALUS) im Altertum [kleine Bilder bitte anklicken]

Ein Beispiel: die Krebserkrankung

Um diesen sehr wichtigen Aspekt zu vertiefen, möchte ich die Krebserkrankung als Beispiel heranführen. In den meisten Fällen wird diese Erkrankung im Zusammenhang mit einer Tumorbildung und den Folgen dieser Gewebeveränderung erkannt. Hier handelt es sich um eine mehr oder minder akute lebensbedrohliche Situation, für die die konventionelle Medizin mit entsprechenden modernen Methoden ein sehr hilfreiches Management besitzt. Ist der Mensch gesund, wenn der Tumor entfernt wurde? Noch immer verhält sich die Medizin weitestgehend so. Hinweise zur Gefahr des Rauchens, bestimmeter Ernährungs- und Trinkgewohnheiten und eventuell ein allgemeiner Hinweise, Stress zu vermeiden sind meist alles. Das Überleben wird zur einen Hälfte von der Qualität der Primärtherapie bestimmt. Aber – wie oben angeführt – hilft die Entwicklung der zweiten Hälfte bedeutend weiter: Umstimmung im weitesten Sinne. Aus einer Vielzahl wissenschaftlicher Langzeitstudien ist bekannt, dass die Art und Weise der Lebensführung und des psychophysiologischen Gleichgewichtes nach der Ersttherapie (OP, ggf. Bestrahlung oder Chemotherapie) den wesentlichen Faktor überhaupt darstellt, ob und wie diese Krankheit langfristig in einen Gesundheitszustand überführt werden kann. Hier setzen die Methoden des Gesundheitslernens wie Biographiearbeit, Traumawandlung, Strukturarbeit, Anafonesis, Cardioception u.v.a. an. Das – und nur das – ist die Damäne des komplementären Vorgehens der Salutogenese.
Was geschieht, wenn bestimmte alternativmedizinische Ansätze die konventionelle Therapie ablehnen oder gar verteufeln? Wichtige Behandlungsschritte werden unterlassen oder zu spät ausgeführt zum Nachteil der Patienten; denn hier – in der Primärtherapie - gelten die Grundlagen einer evidenzbasierten Medizin und sie erweisen für die Mehrzahl der Menschen den alternativmedizinischen Methoden gegenüber als überlegen. Umgekehrt mischt sich die konventionelle Medizin nicht selten ohne solide Kenntnis und in einer der Alternativmedizin in nichts nachstehenden ideologischen Verblendung in die eigentlichen Gesundungsvorgänge (manchmal nur durch Herunterspielen, manchmal aber auch durch kenntnisarmes, dafür aber vorurteilsbeladenes Schlechtreden) ein. Dadurch kann der eigentliche Gesundungsvorgang ebenso verhindert werden wie es oben für die Einmischung alternativer Ansätze in die akute Versorgung geschehen kann.

Asklepios und Hygieia haben ihre je eigenen Bereiche und ihre je eigenen Zeiträume innerhalb des Verlaufes von Krankheit und Gesundung.

Unser Zentrum

Schwerpunkt unseres Zentrums sind also nicht Medizin und Therapie. Dafür sind die Krankenhäuser und die Zentren und Praxen der Primärversorgung zuständig. Schwerpunkte sind vielmehr die Ausbildung, die Förderung und das Training von Methoden, die das Gesundheitspotential eines jeden einzelnen Menschen entdecken und entwickeln helfen. Der Ansatz von Medizin und Therapie muss seiner Natur nach ein statistischer sein: Methoden anzuwenden, die der Mehrzahl der Menschen akut zu helfen in der Lage sind. Unser salutogenetischer (oder kurativer Ansatz) richtet sich – folgerichtig als die notwendige Ergänzung dazu - ganz an das Individuum: seinen ihm ureigenen Weg zu erforschen und zu entwickeln, der in zu der ihm eigenen Gesundung führen kann.
Wir betonen deshalb ausdrücklich, dass wir keine Einrichtung im Sinne der Medizin sind und dass unsere Übungs- und Anleitungsmethoden in keinem Fall als Alternative zu bewährten Methoden der Hochschulmedizin betrachtet werden können.

Durch die Lage und die Umstände wird unsere Arbeit unterstützt:
Die energetisierende vulkanische Geologie, der frische Atlantik und die milde Sonne in einem während des ganzen Jahres angenehmen Klima schaffen gute Grundvoraussetzungen, eine Umstimmung zu wagen.
Der Rückzug aus dem Alltag, Tausende von Kilometern von Europa entfernt, ist wie eine Klausur, ein Rückzug aus dem Vertrauten mit der Möglichkeit, das eigene Potential nicht nur neu zu erfahren, sondern ein gutes Stück auch bereits umzuprägen: neues wird als Gewohnheit veranlagt.
Der lebhafte Kontakt mit anderen Menchen, die gleichfalls frei Forschende und Suchende ihres ureigenen Gesundungsweges sind, wird mit Dialog-Seminaren, gemeinsamem künstlerischen Schaffen, im Üben der meditativen Konzentration, im Wandern und erleben einer faszinierenden Natur aufgegriffen und öffnet die Chance, sich selbst auch im sozialen Austausch neu zu beleben.