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Künstlerische Entwicklung

Seelische Prozesse sind an der Ursache sehr vieler chronischer Erkrankungen beteiligt oder aber als Folge dieser Erkrankungen aufgetreten.
Gesundung hängt wesentlich auch daran, dass diese Prozesse eingegliedert oder aufgelöst werden können. Die Absicht allein bewirkt nichts ausser dem frustrierenden und noch weiter kränkenden Gefühl des Scheiterns. Warum ist das so? Wenn wir seelische Entwicklungen als Erwachsene erproben, sind wir dabei anfangs so ungeschickt und „künstlich“, dass unsere gewohnte Umwelt uns unbewußt, aber tiefwirkend „verdeutlicht“, dass wir das lassen sollen - was wir im Allgemeinen dann auch tun. Eine mögliche Konsequenz wäre, diese „Umgebung auszutauschen“. Die Gesellschaft spiegelt dies zunehmend im Brüchigwerden der zwischenmenschlichen Beziehungen.
Die andere, wahrscheinlich viel heilsamere Konsequenz kann sein, sich ein Terrain abzugrenzen, innerhalb dessen man mit sich und seinen seelischen Begrenzungen „experimentieren“ kann ohne die genannten äußeren Widerstände: jetzt sind wir nur noch uns selbst „im Wege“ und können lernen, diese inneren Blockaden auf einem Felde kennen und überwinden zu lernen, das uns nicht als Alltagsmenschen fordert: die Kunst. Der „Wagen des Lebens“ läßt sich nicht „anhalten“, wenn wir etwas Tiefgreifendes verändern wollen oder müssen. Aber wir können ihm eine „Auszeit“ geben, wenn wir das herrlich selbstvergessene Spielen der Kinder wieder erlernen: im geschützten Rahmen uns selber neu erproben.
Dies kann im freien oder angeleiteten Malen, Plastizieren oder Formenzeichnen sein, wo schon ein „einfacher Kreis“ uns viel über unsere Gewohnheiten, aber auch Möglichkeiten „erzählen“ kann.
Farben und Formen haben darüber hinaus aber auch spezifische leibliche und seelische Wirkungen, die unterstützend in einem therapeutischen Gesamtkonzept zu wirken beginnen.Bei regelmäßiger Nutzung des Malateliers bilden sich immer wieder auch soziale Kontakte, die über das bloße alltägliche Reden hinaus zu echten Begegnungen führen. Die Freude und der Ernst des Suchens nach den verschütteten Möglichkeiten „öffnet“ für das Wesentliche im Anderen.

Unser Ansatz in der Kunsttherapie und im künstlerischen Schaffen basiert auf dem Konzept des "spielenden Menschen", wie ihn Friedrich Schiller in seinen "Briefen zur ästhetischen Erziehung des Menschen" entwickelt hat. Er geht dabei davon aus, dass sich das Fahrzeug des Lebens nicht anhalten läßt, um ein defektes Rad reparieren zu können. Das Ersatzrad, das eine Zeitlang hilft, die Reparatur in Ruhe durchführen zu können, ist für ihn (und seiner Nachfolge für uns) die Kunst. Sie ist die Spielwiese des sich entwickelnden Menschen, keineswegs im läppischen Spiel, sondern im Zentrum seines Menschseins, so, wie das kleine Kind sein Wesen im Spiel entbirgt.
In der Gruppe wird dieser Ansatz hygienisch, also im Sinne einer allgemeinen Gesundheitsvorsorge und Freude am Schaffen umgesetzt.
In der Einzeltherapie kommen spezifische Techniken nach ärztlicher Verordnung zum Tragen.

Aquarellmalerei

Zum Einsatz kommen Aquarellfarben in Nass-in Nass-Technik und im Schichten. Dabei verwenden wir ausser Künstlerfarben auch Erzeugnisse der Insel: Die Cochenil-Laus (ein Parasit der Kakteen) bietet in den verschiedenen Fällungsreaktion ein weites und intensives Farbspektrum. Erden, vulkanische Asche und Tonerden lassen sich als Farbpigmente verwenden.
Farbe entwickelt eine spezifische Wirkung auf den Menschen. In der Begegnung der Farben lernt man die Subtilität seelischer Prozesse kennen. Dabei ringt der künstlerische Prozess stets um die beiden Gefahren: Selbstportrait und Stillleben. Mit dem Selbstportrait ist das einseitige Ausdrücken seelischer Prozesse gemeint, auch wenn das Sujet der Malerei eine Landschaft sein sollte. Mit Stillleben ist das Hereinwirken des Empfindungsraumes der Sinneswelt in den Menschen gemeint, auch wenn das Sujet die Darstellung der eigenen Person sein sollte.

Kohlezeichnen

Für viele Anfänger ist es sehr sinnvoll und fruchtbar, sich mit Hilfe einfacher Kohlezeichnungs-Übungen zu lösen von der begrifflich fixierten Erfassung der Wirklichkeit. An den Lichtern und Schatten entlang, lösen sich die vertrauten Konturen der Dinge auf und beginnen auf eine neue Weise miteinander zu "sprechen".
Auch technisch bietet die Kohlezeichnung keine großen Widerstände. Nichtsdestotrotz staunen gerade die Erfahrenen, welche neuen Erlebniswelten sich ihnen erschließen, wenn sie zu diesem scheinbar einfachen Ausdrucksmittel greifen.

Formenzeichnen

Großformatiges rhythmisches Zeichnen lebendiger Grundformen hat eine leiblich ordnende und seelisch ausgleichende Wirkung. Wir nutzen dabei sehr viel weniger das Auge, sondern viel mehr unsere Tiefensensibilität (Kinästhetik) und erfahren hieraus eine andere Sicherheit in der Führung unserer Bewegung, deren sichtbare Spur auf dem Blatt hinterlassen wird.

Plastizieren

Von allen unseren Sinnen ist der unbekannteste und uns unzugänglichste der propriozeptive Sinn. Das Kind wird damit seiner selbst bewußt, wenn es im hingebungsvollen "Erforschen" seiner ihm noch fremden Hände und Füße allmählich seine Leib-Seele-Kongruenz schöpft.
Dieser Sinn aber ist entwicklungsfähig. Und er ist bei vielen Kindern sogar entwicklungsbedürftig.
Wir bieten deshalb das Plastizieren für Kinder und Erwachsene in einer ganz unterschiedlichen Ausrichtung an.
Bei Kindern geht es um die Freude am Gestalten und dem Erfahren ihrer Kraft, dem Stoff ihren Gestaltungswillen einzuprägen.
Beim Erwachsenen geht es gerade um das Gegenteil: dass der sanfte Wille der Wahrnehmung die Gestaltungsführung übernimmt.